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IT-Recht & Datenschutz

Software-Design ist bereit für die DSGVO


Am 25. Mai 2018 tritt europaweit die neue Datenschutzgrundverordnung in Kraft, die alle Betriebe, Unternehmen, Vereine und auch öffentliche Stellen unmittelbar betrifft. Die neue europäische Richtlinie schreibt konkrete Regelungen für Umfang, Dauer und Art von Verarbeitungsprozessen personenbezogener Daten vor. Sie fordert umfangreiche Dokumentationen und hohe Schutzniveaus von Firmen und Verarbeitern und erweitert die Kontroll- und Steuerungsrechte für die Betroffenen.

Wir haben uns in den letzten Monaten intensiv auf die neuen Datenschutzrichtlinien vorbereitet.

Im Rahmen der DSGVO werden verschiedene Prozessdokumentationen und -optimierungen sowie umfassende Sicherheitskonzepte gefordert. Während das alte Bundesdatenschutzgesetz (BDSG) hier bereits hohe Standards gefordert hat, konkretisiert die DSGVO diese Forderungen und erweitert sie um weitreichende detaillierte Anforderungen an die betrieblichen Abläufe. Wir haben in den letzten Wochen und Monaten hart daran gearbeitet die erforderlichen Nachweise und Dokumentationen zu erstellen und die erforderlichen Konzepte und Verträge auf den neusten Stand zu bringen.

Mit der Berufung unserer neuen TÜV zertifizierten Datenschutzbeauftragten in unserem Unternehmen sowie der internen Fortbildung und Sensibilisierung unserer Mitarbeiter und der Integration neuer Maßnahmen, halten wir unser bereits in der Vergangenheit hohes Schutzniveau und erweitern dieses um die in der DSGVO geforderten Konkretisierungen. Für unsere Kunden stellen wir aktualisierte Verträge und Vertragsvorlagen bereit um diesen einen problemlosen Einsatz unserer Lösungen und Dienstleistungen im Rahmen der DSGVO zu ermöglichen.

Bei Fragen rund um Datenschutz in unserem Unternehmen und wie wir Sie bei der Implementierung von Datenschutzstandards in Ihrer Software unterstützen können, sprechen Sie unsere Datenschutzbeauftragte gerne persönlich unter datenschutz@software-design.de an!

Unsere detaillierten Datenschutzerklärungen finden Sie zusätzlich auf unserer Webseite.


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Datenschutz mit der GDPR (DSGVO) - Snowden und Schrems @ CloudFest 2018


Zusammen mit unseren Partnern und Kollegen von TriRhena Consulting waren wir in diesem Jahr auf dem CloudFest der WorldHostingDays im Europapark Rust bei Freiburg. Über 2500 Unternehmen mit über 6500 Personen haben an der Veranstaltung teilgenommen und an zahlreichen Ständen und in vielen einzelnen Vorträgen über die Zukunft der Cloud-Technologie gesprochen.



 

Herausstechend war eine Podiumsdiskussion mit Edward Snowden (deckte 2013 auf, wie amerikanische Geheimdienste ungehindert auf zahlreiche Daten von US Konzernen zugreifen konnten - auch von Nutzern außerhalb der USA) und Max Schrems (Jurist und Datenschutzaktivist aus Österreich, klagte erfolgreich gegen das Safe-Harbor Abkommen um für die Sicherung von Datenschutz als Grundrecht zu kämpfen) über Privatsphäre und Datenschutz nach der neuen GDPR Richtlinie zum Datenschutz (in Deutschland als Datenschutzgrundverordnung DSGVO bekannt).

 

Die beiden Sprecher kamen überein, dass das Modell der GDPR in der EU wegweisend ist für eine neue Richtung im Thema Datenschutz und IT-Sicherheit. Der Grundgedanke, dass Datenschutz "by Design" und "by Default" erfolgen sollte wurde von beiden hervorgehoben und als Hauptaspekt der neuen Verordnung betont.

Regelungen, die in der Vergangenheit dafür gesorgt haben, dass Daten ungehindert von fremden Stellen und Geheimdiensten gespeichert, gelesen und ausgewertet wurden müssten der Vergangenheit angehören, forderte Edward Snowden, der sich aktuell im Exil in Russland befindet und per Videostream live zugeschaltet wurde. Er merkte jedoch an, dass dazu noch einiges notwendig sei, da die entsprechenden Stellen nach wie vor versuchten sich nicht in ihren Rechten und Möglichkeiten einschränken zu lassen.

Snowden betont, dass der Schutz, die Transparenz und die Kontrolle über gesammelte Daten sehr wichtig sein. Bis dato sähen einige Firmen ihre Produkte (z.B. Smartphones) primär als Datengeneratoren für das eigene Unternehmen, während andere Firmen dem Datenschutz bereits einen angemessenen Stellenwert einräumen.

Bezüglich der GDPR herrscht in vielen Unternehmen noch Unsicherheit und Unstimmigkeit, wie genau bestimmte Prozesse verändert und bestimmte Richtlinien konform umgesetzt werden müssen. Max Schrems kommentiert die GDPR in seinen Antworten als gute Richtlinien mit der richtigen Idee aber einer furchtbaren Umsetzung. Die Versuche der Lobby bestimmte Regelungen aufzuweichen hätten dazu geführt, dass viele Richtlinien schwer zu verstehen und umzusetzen sind und schlicht sehr allgemein gefasst sind, so Schrems. Dies führt nun bei vielen Firmen zu Unsicherheiten bezüglich einer angemessenen Umsetzung.

In ihren Abschlussworten betonten beide noch einmal, dass es in erster Linie darum ginge Datenschutz und die Bedeutung von Transparenz und Kontrolle zu stärken und dass Unternehmen versuchen sollten einen Mittelweg finden sollten. Den Datenschutz zu vernachlässigen sei keine Option mehr - doch von den konkreten Wortlauten der Verordnung verunsichern lassen, sollten die Unternehmen sich nicht.

Trotz der Schwierigkeiten, die durch die Umsetzung der neuen Richtlinie für viele Firmen entstehen, begrüßten viele, mit denen wir zu diesem Thema ins Gespräch kamen, die neue Grundhaltung der EU, die eine klare Richtung für einen besseren und einheitlichen Standard zum Datenschutz verheißt.


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Urheberrecht: Warum Google-Bilder nicht nutzungsfrei sind


Urheberrecht BildrechteWorld-Wide-Web. Heutzutage sind Bilder für die eigene Website so gut wie unverzichtbar. Sie werten die Website optisch auf und verhelfen zum besseren Ranking.
Ein Beispiel: Für den neuen Blogeintrag über selbstfahrende Autos fehlt nur noch das passende Bild. Kein Problem: Kurz bei Google Bilder reinschauen, Stichwort „selbstfahrendes Auto“ eingeben, Bild aussuchen, abspeichern und in den Artikel laden. Ganz so einfach wie beschrieben gestaltet es sich in Realität jedoch nicht, wenn es um das Urheberrecht geht.

Zu erstmal gilt: §1 des Urheberrechtsgesetzes (UrhG), „Allgemeines“, versichert den urheberrechtlichen Schutz jener Werke der Literatur, Wissenschaft und Kunst. Das bedeutet, dass der Urheber automatisch mit Erstellung des Werkes das alleinige Vervielfältigungsrecht (§ 16), Verbreitungsrecht (§ 17) und Ausstellungsrecht (§ 18) genießt.

Im Klartext: Wer nun Bilder aus Google speichert und verwendet, genauer vervielfältigt, veröffentlicht oder ausstellt, verletzt so gut wie immer das Urheberrecht und macht sich strafbar. Jetzt stellen sich folgende Fragen: Wie kann man verhindern, sich strafbar zu machen? Und woher weiß man, wem welches Bild gehört und ob man es benutzen darf?

Bilder nach Nutzungsrechten filtern


Die Antwort liefert der Google-Suchfilter.

Google hat mit seinem Angebot der Bildersuche gleich an das Wesentliche gedacht: Der Filter zu Nutzungsrechten. Anwendbar ist dieser mit einem Klick auf den Reiter "Suchoptionen". Fünf Möglichkeiten bietet uns Google: Keine Lizenz-Filter, zwei Filter zur alleinigen Wiederverwendung und zwei Filter zur Wiederverwendung und Veränderung, dabei jeweils kommerziell oder nichtkommerziell. Wenn Sie mal ausprobieren "selbstfahrendes Auto" einzugeben und den Filter auf "zur Wiederverwendung gekenntzeichnet" setzen, werden Sie schnell merken, dass viele der Bilder von Wikipedia stammen. Wikipedia räumt das Urheberrecht ein und verleiht seinen Bildern den Status "gemeinfrei" (frei zugänglich). Die ausführlichen Lizenzbedingungen sind unter "weitere Einzelheiten" des jeweiligen Wikipedia-Bilds zu lesen.

Das bedeutet nun: Nur die Bilder, die durch den Nutzungsrechte-Filter auftauchen, dürfen Sie verwenden. Nicht immer wird der Urheber erwähnt, da dies kein zwingendes Muss ist. Doch auch hierbei gilt, dass Sie die einzelnen Lizenzbedingungen auf der entsprechenden Website zum Bild unbedingt nachlesen müssen. Der Suchfilter bietet nämlich keine hundertprozentige Garantie.

Tipp: Einige Künstler stellen auf Nachfrage die Verwendung ihrer Bilder frei, sobald ein namentlicher Verweis auf den Urheber erfolgt. Dabei sollte jedoch unbedingt ein Vertrag geschlossen werden, der den Umfang der Rechte deklariert, um Missverständnisse und Abmahnungen zu vermeiden.

Stockfotos räumen Urheberrecht ein


Neben dem Google-Suchfilter gibt es noch eine simple und sichere Möglichkeit, Bilder legal für verschiedenste Zwecke zu verwenden: Sogenannte Stockfotos. Auf Seiten wie fotolia bieten Künstler wie Grafiker und Fotografen ihre Bilder an. Mittels kaufbaren Credits können Lizenzen dafür erworben werden. Kunden wählen, je nach Einsatzzweck, die Bildgröße aus (XS bis XXL) und entscheiden darüber hinaus zwischen Standard- und erweiterter Lizenz.

Mit der Standardlizenz genießen die Kunden sorglos die „exklusive, unbefristete [...], nicht übertragbare Lizenz zu Gebrauch, Wiedergabe, Änderung oder Zurschaustellung des Werks."* So können Sie also sichergehen, dass Sie die Bilder verwenden, veröffentlichen und sogar verändern dürfen. Das auch, ohne den Namen des Urhebers nennen zu müssen. Weitere Bildagenturen, von denen Sie zweifelsfrei Gebrauch machen können, sind Adobe Stock, shutterstock und die kostenfreie Variante pixabay.

*(zitiert nach Fotolia, 2.1 Standard Lizenz)




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Websites: Haftungsausschluss und Urheberrechtshinweise

Impressumspflicht: Das gilt es zu beachten


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