Warum HTML5 Flash ablösen wird

Webseiten mit Flashanimationen waren lange Zeit modern und spiegelten den aktuellen Stand der Technik wieder. Die vielen visuellen Möglichkeiten zur Animation und Interaktion lockten viele Webdesigner an. Seit sich der HTML5 Entwurf des W3Cs bereits zu großen Teilen durchgesetzt hat, finden die Flashanimationen jedoch einen Ablöser.

Das von Adobe entwickelte Flash Player-Plugin bot lange Zeit die einzige Möglichkeit aufwendig animierte Seiteninhalte darzustellen, Interaktionen wie „Drag & Drop“ zu realisieren und es war die einfachste und verbreitetste Art, Video- und Audio-Elemente in eine Website zu integrieren. Auch heute gilt es als eine der sichersten Möglichkeiten Videos auf eine Website einzubetten, da der Großteil der Internetbenutzer das Plugin im Browser installiert hat.

Das W3C (World Wide Web Consortium) hat mit dem aktuellen HTML5 Entwurf erstmals eine umfassende Alternative für das Flash-Plugin bereitgestellt. Durch die jüngsten Performanceupdates in den Browser Engines, lassen sich nun auch komplexe Animationen direkt über die in allen Webbrowsern implementierte Sprache JavaScript realisieren. HTML5 sieht dafür eigene „Canvas“-Elemente vor, die als „Zeichenoberfläche“ für Animationen, Grafiken und Interaktionen dienen. Auch Drag & Drop und direkter File-Upload über JavaScript zählt zum aktuellen Standard.

Für Audio- und Video-Wiedergabe sind eigene Spezifikationen in HTML5 integriert worden. Moderne und aktuelle Webbrowser können somit Ton und Bild direkt und ohne vorher zu installierendes Plugin darstellen.

Ein weiterer Vorteil der HTML5 Lösung ist die Konformität zur Suchmaschinenoptimierung. Flash Player Elemente sind für die Crawler der Suchmaschinen nicht zu lesen. Dies bedeutet, dass ganz auf Flash basierende Seiten in keiner Suchmaschine effektiv aufgelistet werden können. Da der HTML5 Quellcode offen lesbar ist, können Suchmaschinen die Inhalte dort zumeist in gewohnter Routine auslesen.

Was bringt die Zukunft?

Es ist abzusehen, dass HTML5 den Flash Player auf lange Sicht ablösen wird. YouTube bietet mitlerweile für moderne Browser eine „HTML5 Video“-Alternative und viele Onlinespiele laufen schon ganz ohne Plugins. Adobe selbst hat mitlerweile HTML5-Tools entwickelt und die Programmiersprache ActionScript, die dem Flash-Plugin zu Grunde liegt auf mobile Plattformen portiert. Flashwebseitenbetreiber sollten schnell umsteigen.

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